Handwerk

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100 Jahre Ficker in Salzburg
Vier Generationen mit Begeisterung für die Kunst

Wenn sich handwerkliche Perfektion, Tradition, kreative Ideen und Geschäftssinn miteinander vereinen, dann bilden diese Tugenden den idealen Nährboden für ein erfolgreiches Unternehmen. Das trifft besonders auf die Bildhauerei, Kunsthandlung und Einrahmergalerie Ficker in Salzburg zu, die im Oktober ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Es gibt kaum ein schöneres Lob. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden sagte bei seiner Ansprache zum 100-jährigen Bestehen der Ficker GmbH: „Ich glaube, bei mir zu Hause hängt kein Bild, das nicht bei Ficker gerahmt wurde.“ Das Oberhaupt der Barockstadt mit ihrer stark ausgeprägten Kunst-Affinität war einer der zahlreichen Gratulanten auf der Jubiläumsfeier des Familienunternehmens, das österreichweit eine der ersten Adressen für Bild und Rahmen ist und auch über die Staatsgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf genießt. Schaden unterstrich die Ausnahmestellung, die die Firma einnimmt, und überreichte als Gastgeschenk ein historisches Dokument, das die Firmengründung vor 100 Jahren bezeugt.

Breites Dienstleistungsangebot
Dem feierlichen Anlass angemessen hatte die Unternehmerfamilie ins Salzburger Hotel Mercure Kapizinerberg geladen, wo auch Ausstellungen stattfinden, für die die Galerie Ficker die Künstler auswählt, um auf die Firmengeschichte zurückzublicken und gemeinsam mit Freunden, Kunden, Kollegen und Gästen aus Politik und Wirtschaft auf das Jubiläum anzustoßen. In einem eigens gestalteten Raum konnten sich die Besucher von der Kompetenz und dem breiten Dienstleistungsangebot der Ficker GmbH überzeugen. Die Firmengeschichte ließ sich anhand von Dokumenten und Bildern anschaulich nachvollziehen.
Seit 2009 ist Markus Ficker in der vierten Generation Geschäftsführer. Vor allem die Holzbildhauerei ist das Steckenpferd des jungen Firmenchefs, eine Leidenschaft, die er von seinem Vater Klaus geerbt hat, der ebenfalls noch im Unternehmen aktiv ist. Ebenso wie Markus Ficker und seine Schwester Heidi ist auch Mutter Marianne geprüfte Facheinrahmerin.
Die Firma Ficker ist ein Beispiel dafür, dass es möglich ist, in einem hart umkämpften Markt zu bestehen, wenn man sich konsequent auf höchste Qualität konzentriert und nicht den Verlockungen eines billigen Massenangebotes erliegt. So ist es gelungen, sich an einem exponierten Standort in Salzburgs Innenstadt zu behaupten und das Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln.

Unikatrahmen als Spezialität
Das Sortiment erstreckt sich von aufwendig gearbeiteten Holzskulpturen, Trophäenschildern, Heiligenfiguren, Familienwappen bis hin zu Hänge- und Stehlampen. Im Bereich der Einrahmung führt Ficker ein umfangreiches Portfolio aus 4000 Leisten aller Stilrichtungen, von traditionell und klassisch bis hin zu extravaganten und modernen Versionen in Holz oder Aluminium. Ergänzend gibt es eigene Rahmenprofile, die sowohl für Bilder als auch für Spiegel eingesetzt werden.
Im Bereich der Unikatrahmen – eine Spezialität bei Ficker – gehen die Holzbildhauerei und die Einrahmung eine attraktive Verbindung ein. Das handwerkliche Können wird hier eingesetzt, um das Bild oder Objekt mit dem Rahmen und gegebenenfalls auch dem Passepartout zu einer individuellen künstlerischen Einheit zu verschmelzen. Selbstverständlich setzt man bei Ficker auch hochwertiges Bilderglas ein und verfügt in der Werkstatt über die technische Ausstattung, um alle wichtigen Dienstleistungen eines Einrahmerbetriebes wie aufwendiger Passepartoutschnitt, Folieren, Kaschieren etc. anbieten zu können.

Stetiger Erfolgskurs
Im Galeriebereich finden die Kunden eine große Auswahl an Druckgrafiken, Originalkunst und – in einer Stadt wie Salzburg unverzichtbar – regionalen Motiven, die sich auch als Souvenir oder Geschenk eignen.
Die Geschichte des Unternehmens reicht zurück bis ins Jahr 1912. Damals machte sich August Ficker als Holzbildhauer in Salzburg selbständig. Durch Leid und Zerstörung zweier Weltkriege, durch Wiederaufbau, Währungsreformen und wirtschaftliche Turbulenzen hindurch blieb das Unternehmen stets auf Kurs. So entstand aus der ehemaligen Kaiserlich Königlichen Hofbildschnitzerei des August Ficker ein florierender Betrieb mit aktuell neun Mitarbeitern.
Auf den Firmengründer von 1912 folgte im Jahr 1950 dessen Sohn August. Von 1978 an leitete Klaus Ficker das Unternehmen und führte es erfolgreich in das neue Jahrtausend. Seit 2009 firmiert der Betrieb als GmbH mit Markus Ficker, ebenfalls Bildhauer sowie geprüfter Facheinrahmer, als Geschäftsführer. Die Handwerkskunst der Bildhauerei wurde durchgängig in männlicher Linie weitergegeben.

Engagement für den ÖVBR
Unverzichtbare Unterstützung kam all die Jahre von den Frauen der Familie. Marianne Ficker, seit 1990 im Unternehmen, bildet gemeinsam mit Tochter Heidi Standl-Ficker als Drehscheibe professioneller Beratung und organisatorischer Abläufe das administrative Rückgrat der Firma. Zudem engagiert sich Marianne Ficker tatkräftig für den Fortbestand des Österreichischen Verbands für Bild und Rahmen, ÖVBR.

ha


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© Der Kunsthandel 2012