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Objektrahmung
Dekorative Boxen als Bausatz
Die Rahmung von Objekten
ist eine Möglichkeit, neue Kundenkreise zu erschließen.
Dabei geht es nicht in erster Linie um Kunst, sondern meist um
Erinnerungsstücke. Damit die Einrahmer nicht die kompletten
Boxen selbst bauen müssen, was einen erheblichen Aufwand
bedeuten würde, bietet Aicham Larson-Juhl ganz aktuell drei
Standardformate an, auf deren Basis wertvolle Objekte unkompliziert
in Szene gesetzt werden können. Aicham Larson-Juhl-Mitarbeiter
Thomas Grünfelder zeigt, wie das geht.
Die Boxen des Neu-Ulmer Rahmen-
und Leistenherstellers sind neun Zentimeter tief und aus beschichteten
Spanplatten mit acht Millimeter Stärke für die Seitenwände
und zehn Millimeter für die Rückwand hergestellt. Die
Seitenteile sind auf Gehrung geschnitten und miteinander verleimt,
um eine hohe Stabilität zu gewährleisten. Die Rückwand
wird in eine gefräste Nut eingesetzt und ebenfalls verleimt.
In diesem Zustand kommen die Boxen beim Einrahmer an. Zusätzlich
gibt es noch Fächerböden, wenn die O bjekte nicht an der Rückwand befestigt
werden, sondern wie zum Beispiel kleinere Modellautos
auf einem Boden stehend gerahmt werden sollen.
Vorsicht beim Ausfälzen
Die Vorderseite des Objektkastens
kann mit nahezu jedem beliebigen Rahmen verziert werden. Wichtig
ist allerdings, dass er eine Falztiefe von mindestens acht -
besser neun - Millimetern hat, damit die unbeschichtete Seite
der Box komplett verdeckt wird. Falls die Falz nicht tief genug
ist, muss zum Beispiel mit Hilfe einer Kreissäge ausgefälzt
werden. Das Ausfälzen muss aber mit großer Vorsicht
erfolgen. Sonst besteht bei manchen filigranen Profilen die Gefahr,
dass sie an einer Stelle nur noch sehr dünn sind und unter Umständen
leicht brechen können.
Auf der Rückseite des vorgefertigten, passenden Rahmens
werden nun Kunststoff-Drehösen aufgeschraubt, wie sie auch
bei machen Wechselrahmen Verwendung finden. Die Ösen sollen
später den Rahmen mit dem Objektkasten verbinden. Je nach
Größe und Gewicht des Rahmens sollten etwa vier bis
16 Drehösen verwendet werden. Da die Ösen später
nicht zu sehen sein werden, muss die Position nicht unbedingt
millimetergenau ausgemessen werden. Dennoch sollten die Abstände
untereinander ungefähr identisch sein, damit die Belastung
einigermaßen gleichmäßig verteilt wird.
Verschluss per Drehösen
Im
nächsten Schritt wird das Bilderglas in den Rahmen eingesetzt.
Da es möglich sein soll, den Objektkasten bei Bedarf auch
wieder zu öffnen, empfiehlt es sich unbedingt, das Glas
im Rahmen zu fixieren. Dazu klebt man ein doppelseitiges Klebeband
rundum innen auf die Falz. Dann zieht man die Folie ab und befestigt
das Bilderglas sorgfältig im Rahmen. Es ist auch möglich,
das Bilderglas zusätzlich mit einer Silikonkante im Rahmen
zu sichern. Diese Lösung hat den Vorteil, dass das Silikon
wie eine Dichtung zwischen Bilderglas und Objektkasten funktioniert.
Nun muss für
jede der Drehösen eine Nut außen in die Seitenwände
der Box gefräst werden. Dazu setzt man den Rahmen mit dem
Glas auf die Box auf. Die jeweiligen Stellen für die Nut
werden mit einem Stift angezeichnet. Bei diesem Arbeitsschritt
ist wieder Sorgfalt gefragt, damit der Rahmen später auch
wirklich fest auf dem Kasten sitzt und nicht wackelt.
Befestigung an der Rückwand
Jetzt
folgt das eigentliche Fräsen der Nuten. Wer keine geeignete
Scheibennutfräse in der Werkstatt hat, kann dafür auch
eine Standbohrmaschine mit entsprechendem Aufsatz verwenden.
Wichtig ist, dass die Nut gerade, in der richtigen Tiefe und
im richtigen Abstand von der vorderen Kante der Box sitzt. Am
besten ist es, erstmal nur eine Nut zu fräsen und dann den
Rahmen noch mal aufzusetzen. Wenn die Drehöse straff in
der Nut sitzt, dann können auch die restlichen Nuten mit
der gleichen Einstellung gefräst werden. Damit ist der Objektkasten
eigentlich fertig.
Zum Schluss muss nur noch das Objekt im Kasten befestigt werden.
Die einfachste Variante ist es, den zu rahmenden Gegenstand mit
der Rückwand der Box zu verschrauben. Auch aus diesem Grund
werden für die Rückwände der Boxen von Aicham
Larson-Juhl zehn Millimeter starke Spanplatten verwendet. So
können auch etwas schwere Objekte gerahmt werden, ohne dass
die Schrauben ausreißen. Auf
den Beispiel-Bildern hat Thomas Grünfelder eine alte Pistole
gerahmt. Bei solchen Objekten ist es wichtig, sich vorher genaue
Gedanken über die Positionierung innerhalb des Kastens zu
machen und sie entsprechend auszumessen, beziehungsweise anzuzeichnen.
So vermeidet man, dass die Rückwand durch falsch angebrachte
Schraubenlöcher verunstaltet wird. Die verwendeten Schrauben
sollten dezent sein, das heißt, sich farblich möglichst
wenig vom Objekt unterscheiden.
Fächerböden für
Kleinobjekte
Alternativ zur Befestigung
an der Rückwand können die Objekte auch auf Fächerböden
gestellt werden. Diese Böden werden von Aicham Larson-Juhl
in der gewünschten Länge und Tiefe geliefert und sind
genauso beschichtet wie der Objektkasten. Sie sollten vor der
Montage eingesetzt werden. Nach dem genauen Ausmessen und Anzeichnen
werden die dafür nötigen Löcher von vorne in die
Rückwand des Objektkastens gebohrt und der Fächerboden
dann von der Rückseite her an der Rückwand festgeschraubt.
Wichtig: Auch auf den Fächerböden sollten die Objekte
befestigt werden, damit sie nicht herunterrollen oder herunterfallen
können und dabei eventuell den Kasten beschädigen.
Auf der Rückseite des fertigen Kasten lassen sich dann zum
Beispiel Zackenaufhänger oder stabile Bilderösen befestigen.
Diese können entweder an den Seitenteilen oder direkt an
der Rückwand aufgeschraubt werden.
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